INNOVATION IN KUNST UND DESIGN

Methoden aus Ethik, Soziologie, Ökonomie, Philosophie und Technologie für Kunst und Design nutzbar machen: Persönlichkeiten, die in ihrer Arbeit über den Tellerrand schauen und sich der Vorgehensweisen anderer Disziplinen bedienen, stehen im Zentrum des von der Stiftung FHNW geförderten Forschungsprojektes 

„Multidisziplinäre Synthese als effektive Herangehensweise für Innovation, anhand von Beispielen aus Kunst und Gestaltung“. Interdisziplinarität wird dabei in vier Kategorien zusammengefasst untersucht:

The Possible – Catalysing Urban Change: 

Hier setzen Produkte und Prozesse Veränderungen in Gang, die eine stadtplanerische Perspektive um Personen aus dem konkreten Handlungsumfeld erweitern. Urbaner Raum und seine Definitionsspielräume werden im Sinne von Kollaborationen, Kooperation und Partizipation verhandelbar. Stadtentwicklung wird als gemeinsame Sache gedacht: Durch Neuinterpretationen und Umnutzungen unter Einbeziehung unterschiedlicher Akteure entstehen neue Räume für Kultur. Auf diese Weise wird das Stadtbild nachhaltig geprägt und verändert. 

The Desirable: Architectures of Meaning verbindet Arbeiten, die über räumliche Kontexte Veränderungen innerhalb gesellschaftlicher Strukturen anstossen. Imaginäre Grenzen werden aufgelöst, es entstehen Räume, die für unterschiedliche Formen des Zusammenkommens stehen: Koexistenten als Möglichkeitsräume, in denen Display und Bühne, Arbeitsraum und Ausstellung, Kunst und Publikum, Monument und Mensch in eins fallen.

The Sensible: Building an Anti-fragile Society. Im Fokus stehen Projekte, die sich mit dem Verhältnis von Dingen und den ihrem Entstehungs- und Nutzungsprozess zugrundeliegenden unsichtbaren Prozessen beschäftigen. Dadurch hinterfragen diese Projekte gleichzeitig den Einfluss dieser Dinge auf das Leben, ebenso die damit in Verbindung stehende Resistenz und Toleranz einer Gesellschaft. Gleichzeitig zeigen sie auf, welche Möglichkeiten und Chancen sich ergeben, wenn unerwartete oder störende Impulse auftreten und veränderte Bedingungen bestehende gesellschaftliche Systeme beeinflussen.

The Profitable: Economic Value, Reloaded umfasst Projekte, die sich ins Spannungsfeld zwischen Kunst, Design und Ökonomie begeben und die Widersprüche zwischen subjektiven und symbolischen Wert und monetären Wert mit Blick auf die Zukunft erörtern. Sie eröffnen den künstlerischen und gestalterischen Zugang zu Ökonomie und machen dieses Wissen innerhalb eines experimentellen Rahmens nutzbar, um Alternativen zum bestehenden System einzuüben. Dadurch provozieren sie im ästhetischen Kontext von Design und Kunst Wandel und Widerstand.

PROJEKTLEITENDE
IM FOKUS

Hochschule für Gestaltung und Kunst

Prof. Kirsten Langkilde

Direktorin der Hochschule für Gestaltung und Kunst

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